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Planungsvorgaben und allgemeine Planungsentscheidungen

Ein Haus zu bauen ist eine Entscheidung, mit der man meist viele Jahre leben muss, die Bedürfnisse können sich aber ändern.

Damit das neue Heim auch noch in einigen Jahren passt, sollte man sich vor Baubeginn folgende Punkte überlegen:
  • Wie ist mein persönlicher Wohnraumbedarf (der Bedarf meiner Familie) heute, in 10 Jahren, in 30 Jahren?
  • Könnte ich mir vorstellen mein Haus zusammen mit einer zweiten Familie (aus Verwandschaft oder Freundeskreis) zu planen und zu bauen und so Ressourcen (Grund und Boden) und den eigenen Geldbeutel zu schonen?
  • Gibt es Möglichkeiten, das Haus an veränderte Wohnraumbedürfnisse wie z.B. weniger Bewohner anzupassen?
  • Gibt es am Standort des Gebäudes die wichtigsten Infrastruktureinrichtungen (Lebensmittelversorgung, Kindergarten, Schule, evtl. Ärzte etc.)?
  • Gibt es eine gute Anbindung durch den öffentlichen Nahverkehr (Weg zum Arbeitsplatz etc.)?
Zu energetisch und ökologisch relevanten Entscheidungen
  • Ist das geplante Gebäude kompakt (wenig Hüllfläche in Relation zur Wohnfläche)?
  • Wie ist das Gebäude orientiert, kann Solarenergie passiv und / oder aktiv genutzt werden oder ist es in der Winterzeit stark verschattet?
  • Ist der Wärmeschutz der Gebäudehülle zeitgemäß geplant (Anhaltswerte: Dämmstärken Außenwand und Dach >25 cm, für Passivhäuser ca. 30-40 cm)?
  • Werden energieeffiziente Fenster eingesetzt (Dreifachverglasungen, evtl. gedämmte Fensterrahmen)?
  • Werden durch eine detaillierte Planung Schwachpunkte wie Wärmebrücken oder Luftundichtigkeiten reduziert?
  • Wird in dem Gebäude eine hocheffiziente Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung eingesetzt?
  • Ist das eingesetzte Heizsystem richtig dimensioniert und energieeffizient?
  • Wird zur Warmwasserbereitung ein umweltfreundliches System wie Solarenergie eingesetzt?
  • Werden unbedenkliche Baustoffe eingesetzt?
 
Eine Vielzahl der angeführten Aspekte wird im Qualitätslabel „klima:aktiv Gebäudestandard“ anhand einer Punkteliste bewertet. Auch in den Wohnbauförderungen vieler Bundesländer werden energetische und zunehmend auch ökologische Aspekte berücksichtigt.

05.04.2011