Masterplan Radfahren
Umsetzungserfolge und neue Schwerpunkte 2011 – 2015
ErfolgeMit dem Masterplan Radfahren 2006 und dem darauffolgenden Umsetzungsschwerpunkt Radverkehr in den klima:aktiv mobil- Programmen setzte das Lebensministerium den Startschuss für eine neue Radverkehrsförderoffensive in Österreich. Die Steigerung des Radverkehrsanteils in Österreich von 5 % auf 7 % (2010) ist ein erster großer Erfolg dieser Radverkehrsoffensive gelungen. Weitere Grundlage ist die erfolgreiche gemeinsame Umsetzung des Masterplans Radfahren durch Bund, Länder, Städte und Gemeinden. Zahlreiche ambitionierter Radverkehrsstrategien und -programme wurden zwischen 2006 und 2010 entwickelt, beschlossen und mit Unterstützung von klima:aktiv mobil umgesetzt. Das Ziel, den Radverkehrsanteil österreichweit bis 2015 auf 10 % zu verdoppeln ist bei konsequenter Umsetzung des Masterplans Radfahren erreichbar und bleibt aufrecht. Durch eine Steigerung des Radverkehrsanteils von 5 % auf 10 % werden rund 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
Neue Schwerpunkte 2011–2015
Auf Basis der Maßnahmenevaluierung und neuer Entwicklungen ergeben sich für den Umsetzungszeitraum
2011 bis 2015 folgende neue Schwerpunkte für den Masterplan Radfahren:
* Bundesweite klima:aktiv mobil Radverkehrsoffensive: Die Beratung, Förderung
und Bewusstseinsbildung in Ländern, Städten, Gemeinden und der Wirtschaft soll forciert
werden.
* Wirtschaftsfaktor Radfahren: Derzeit sichert die Radverkehrswirtschaft in Österreich
bereits 18.000 green jobs. Um die Fahrradwirtschaft zu stärken, sind neue Aus- und
Weiterbildungsangebote (FahrradtechnikerIn) zu schaffen und die Vernetzung der
Fahrradwirtschaft zu fördern.
* Radfahren als Gesundheitsförderung: Mit einem Radverkehrsanteil von 10 % bringen
Österreichs RadfahrerInnen laut Weltgesundheitsorganisation WHO einen volkswirtschaftlichen
Gesundheitsnutzen von 810 Mio. Euro pro Jahr. Aufgrund der positiven
Gesundheitswirkungen ist das Radfahren im Alltag verstärkt in der Gesundheitsförderung
zu verankern.
* Elektrofahrrad: Wie der Flottenversuch Landrad in Vorarlberg zeigte, birgt das Elektrofahrrad
ein hohes Verlagerungspotential. Rund ein Drittel der Wege mit dem Elektrofahrrad
wurden vorher mit dem PKW durchgeführt, die durchschnittliche Fahrtweite
liegt beim E-Bike gegenüber dem Fahrrad mit rund 7 Kilometer deutlich höher. Die
Hälfte aller Autofahrten sind kürzer als 5 Kilometer, drei Viertel aller PKW-Fahrten sind
kürzer als 7 Kilometer – das sind ideale Distanzen für das Elektrofahrrad. Darum soll
die Einführung des Elektrofahrrads forciert werden, um den Umweltnutzen und die Potentiale
voll auszuschöpfen.
* Fahrrad & öffentlicher Verkehr: das Fahrrad ist der ideale Zubringer zum öffentlichen
Verkehr, und bietet eine gute Flächenerschließung. Daher ist die Verknüpfung des
Radverkehrs mit dem öffentlichen Verkehr deutlich zu verbessern und zu stärken.
Downloads
Masterplan_Radfahren_2011 (PDF 1898,69 kB )
Masterplan Radfahren 2006 (PDF 7343,46 kB )
06.12.2011


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