Mobilitätsmanagement / Radverkehrsmassnahmen von Betrieben
Betriebliches Mobilitätsmanagement im Rahmen des Programms des BMLFUW„klima:aktiv mobil“
Im Rahmen des klima:aktiv mobil Programms „Mobilitätsmanagement für Betriebe“ des Lebensministeriums sollen durch die Optimierung betrieblicher Verkehrsmaßnahmen einerseits Umweltbelastungen (insbesondere CO2-Emissionen) reduziert und andererseits Kostenersparnisse für die Betriebe realisiert werden. Im Rahmen dieses Programms des Lebensministeriums wird einerseits die Beratung von Betrieben finanziert, sowie andererseits die Umsetzung von Verkehrsmaßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen aus betrieblichem Verkehr über die Umweltförderschiene gefördert. Dadurch konnten bereits in zahlreichen Unternehmen Maßnahmen zur Minimierung von Schadstoffausstoß, Forcierung des öffentlichen Verkehrs aber auch zur Stärkung des FußgängerInnen- und Radverkehrs initiiert und umgesetzt werden. Folgende Projekte des betrieblichen Mobilitätsmanagements beinhalten Radverkehrsmaßnahmen
- Pilotprojekte für Mobilitätsmanagement im BMLFUW / Umweltbundesamt, bei AVL List (Graz), im LKH Tulln (NÖ) und im Medienhaus Vorarlberg (Initiative „Sanfte Mobilitätspartnerschaft“ von BMLFUW und WKÖ)
- FH Johanneum GesmbH : Motivationsmaßnahmen für Angestellte und Studierende z.B. Fahrradservice, Dienstfahrräder, ...
- Landesklinikum Thermenregion Baden / Mödling: Radständer, MitarbeiterInneninformation, ...
- GE Jenbacher GesmbH & Co OHG: Firmenräder, Rad Check für Privaträder, ...
- Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien: Errichtung einer versperrbaren Abstellanlage im Gebäude, Informationsprogramm, Kooperation mit Citybikewien, ...
Ziel des bereits 1993 gestarteten Mobilitätskonzeptes "Fahr-Rad" der Wolford AG ist es, den von den MitarbeiterInnen verursachten motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Vor allem durch Motivationsarbeit aber auch durch die Errichtung fahrradfreundlicher Infrastruktur (Tiefgarage mit fahrradfreundlicher Infrastruktur und 500 Fahrradstellplätzen, Dusch- und Umkleidekabinen, Fahrradwerkstätte) auf dem Betriebsgelände konnte der Anteil der MitarbeiterInnen die mit dem Rad zur Arbeit fahren innerhalb von 10 Jahren (1993-2003) von 18% auf 38% mehr als verdoppelt werden. Zusätzlich wurden in Kooperation mit Gemeinden, Verkehrsunternehmen und Medien die Anreisbedingungen für FahrradfahrerInnen verbessert aber auch andere Maßnahmen zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs gesetzt (Abstimmung zwischen öffentlichem Linienverkehr und Arbeitsbeginn-/Endzeiten, Einführung von Buslinien, Umsteigerförderung durch die Verkehrsbetriebe, ...). Mit diesem Mobilitätskonzept war die Wolford AG u.A. auch Gewinner des Mobilitätspreises 2003 des Verkehrsclub Österreich (VCÖ).
Quelle: Masterplan Radfahren, 2006
07.04.2008


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