Glossar
BBremszug:
Seilzug, das den Bremshebel mit der Bremse verbindet und die Bremskraft auf die Bremse überträgt – bei hydraulischen Bremssystemen fällt der Bremszug weg und wird durch Bremsflüssigkeit ersetzt.
Bügelschloss:
Besteht aus einem sehr harten, hufeisenförmigen Stahlbügel, der den Fahrradrahmen mit einer fixen Abstellanlage verbinden soll. Kann (je nach Sicherheitsstandard – Preis!) nicht ohne sehr laute und auffällige Hilfsmittel durchtrennt werden – somit bieten Bügelschlösser den höchsten Diebstahlschutz. Am besten in Kombination mit einem Kabelschloss, das die Komponenten des Fahrrads mit dem Bügelschloss verbindet.
D
Dynamo:
Der Dynamo ist dazu da, um für die Lichtanlage des Fahrrads Strom zu erzeugen. Er wird durch die Drehbewegung des Laufrades angetrieben.
F
Federgabel:
Die Gabel, in der das Vorderrad eingespannt ist, ist bei modernen Fahrrädern meistens mit einer Federung versehen (wie bei Motorrädern) Absorbiert Stöße von der Straße, die auf das Vorderrad einwirken und erhöhen den Komfort erheblich.
Felgenbremse:
Diese Art von Bremse verrichtet ihre Arbeit direkt an der Felge des Fahrrads. Durch betätigen des Bremshebels drücken zwei Bremsbacken an beide Seiten der Bremse und verzögern somit die Rotation des Laufrades.
G
Gangschaltung:
Mechanische Schalteinrichtung, die durch betätigen eines oder mehreren Schalthebels durch die Gänge schaltet. Man unterscheidet Nabenschaltungen und Kettenschaltungen.
K
Kabelschloss:
Besteht aus einem mit Kunststoff überzogenen, Spiralförmigen Stahlkabel, das lang genug ist, um alle Komponenten des Fahrrads zu verbinden. Muss auf alle Fälle auch um einen fixen Gegenstand gewickelt werden, um Diebstahlschutz zu bieten. Kann sehr leicht durchtrennt werden und bietet somit nur mäßigen Diebstahlschutz.
Kettennieter:
Ein Werkzeug, das in der Werkstatt eines ambitionierten Fahrradheimwerkers nicht fehlen darf. Wird ein Kettenglied der Antriebskette ersetzt, wird der Kettennieter dazu verwendet, Bolzen durch die Löcher der Kettenglieder zu schieben und so die Kettenglieder miteinander zu verbinden.
Kettenschaltung:
Die Antriebskette wird durch den Schaltvorgang von Zahnrad auf Zahnrad durch geschalten. Dies ermöglicht das so genannten vordere und hintere Schaltwerk, welche die Kette je nach Schaltvorgang auf größere oder auf kleinere Zahnräder heben. Dadurch wird die gewünschte Übersetzung erzeugt. Das System schaltet bis zu 30 Gänge, ist allerdings offen und somit sehr anfällig für Staub und Nässe und sehr wartungsintensiv. (Siehe: Reinigung, Schmierung, Wartung, Einstellung)
L
Laufrad:
Damit wird die Einheit aus der Felge mit den zur Nabe verlaufenden Speichen bezeichnet. Ergibt in Verbindung mit der Fahrradbereifung das Gesamte Laufrad des Fahrrads durch welches die Antriebskraft auf die Straße übertragen wird.
M
Mantel:
Damit wird meist Der Reifen als solcher bezeichnet. Dieser wird direkt auf die Felge (das Laufrad) montiert und in ihm befindet sicher der Fahrradschlauch, der mit Luft aufgepumpt wird.
N
Nabenschaltungen:
Die Kette, die das vordere Zahnrad (an der Kurbel) mit dem hinteren Zahnrad (am hinteren Laufrad) verbindet, und die Trittkraft überträgt, wechselt nicht die Zahnräder. Der Schaltvorgang findet innerhalb einer Nabe am Hinterrad statt. Das System leidet nicht unter äußeren Einflüssen wie Staub oder Nässe und ist sehr wartungsfrei. Allerdings nur bei Systemen mit max. 14 Gängen.
R
Reifenheber:
Mindestens zwei Stück sind fixer Bestandteil jeder Fahrrad-Werkzeugbox. Meist aus Kunststoff gefertigt werden sie dazu verwendet, im Fall eines Reifenwechsels den Mantel des Reifens über die Felge zu heben. Dadurch wird auf einer Seite des Laufrads der Mantel von der Felge gehoben und somit Zugang zum darunter liegenden Schlauch gewährt. Dieser kann somit leicht entfernt und eventuell durch einen neuen ersetzt werden.
Rücktrittbremse:
Bremskraft wird nicht durch Handhebel, sondern durch Pedalbewegung entgegen der Kurbelrichtung betätigt. Wirkt auf eine Trommelbremse am hinteren Rad ein und hat die geringste Bremswirkung von allen Systemen. Sollte nur in Kinder und Freizeiträdern vorkommen – nicht in bepackten Reiserädern, Rennrädern oder Mountainbikes.
S
Schaltzug:
Ähnlich wie beim Bremszug wird auch bei der Schaltung, die Kraft ausgehend vom Schalthebel per Seilzug auf das Schaltwerk übertragen. Die Gänge werden auf diese Weise eingelegt.
Scheibenbremse:
Hierbei drücken die Backen bei betätigen der Bremse nicht direkt auf die Felge, sondern auf eine extra dafür montierte Bremsscheibe. Vorteil dabei, größere Bremskraft und so gut wie kein Verschleiß der Felge durch dauernde Bremsbelastung. Kommt nur bei Mountainbikes und schwer beladenen Reiserädern vor.
Schlauch:
Befindet sich innerhalb des Mantels und bildet mit diesem die Reifeneinheit eines Fahrrads. Wird mittels eines Ventils mit Luft aufgepumpt und füllt dadurch den Mantel innen zur Gänze aus. In den Meisten fällen einer Reifenpanne (Platten) muss der Schlauch ausgebaut und ersetzt werden, da aus ihm Luft entweicht.
Sitzhöhe:
Abstand zwischen Sattel und Pedale, kann nur über höhenverstellbaren Sattel reguliert werden.
Steuerrohr:
An der Vorderseite des Fahrradrahmens, horizontal angeschweißtes Rohr, das den Steuersatz inkludiert und durch das das Verbindungsstück von Gabel und Lenker verläuft.
Steuersatz:
Die Kugellagerung innerhalb des Steuerrohrs, die das Verbindungsstück von der Gabel zum Lenker ins Steuerrohr klemmt, und im gut gefetteten Zustand eine spielend leichte Lenkbewegung gewährleistet.
T
Trommelbremse:
Der Bremsvorgang findet innerhalb eines geschlossenen Systems statt – der Trommel; dadurch frei von Umwelteinflüssen (Nässe, Staub) aber geringste Bremskraft.
V
Vollfederung:
Zusätzlich zur Federgabel ist hierbei auch der Hinterbau des Fahrrads gefedert. Dies erhöht nochmals den Komfort erheblich. Kommt vorwiegend bei Mountainbikes vor, kommt aber immer häufiger auch bei komfortablen Reiserädern zum Einsatz.
Vorbau:
Ein im rechten Winkel nach vor gebogenes Aluminiumrohr, das am vorderen Ende den Lenker festhält. Dadurch wandert der Lenker vor den Drehpunkt des Steuerrohrs und ermöglicht eine leichtgängige Lenkbewegung.
Quelle: RAD-Geber / "die umweltberatung" Österreich
04.04.2008


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