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Busstopp für Graz-St. Peter
Foto: Waldorfschule Graz...

Freie Waldorfschule Graz St. Peter

Freie Waldorfschule Graz des Waldorf-Schulvereins Stmk,
St. Peter-Hauptstraße 182,
8042 Graz-St. Peter

Gesund, stressfrei und sicher zur Schule 
Dass schulisches Mobilitätsmanagement nicht nur zu Bewusstseinsbildung und zu individuellen Mobilitätsverhaltensänderungen der Beteiligten beiträgt, sondern durch ganz konkrete Maßnahmen zur Emissionsreduktion führen kann, zeigt das Beispiel der freien Waldorfschule Graz, wo es zur Einrichtung einer neuen Schulbuslinie kam.
 
Im Zuge des Projekts wurde aus VertreterInnen der LehrerInnen und Eltern ein Mobilitätsteam gebildet, welches eine Erhebung des Mobilitätsverhaltens durchführte. Das Ergebnis zeigte, dass weit mehr als die Hälfte der Schulwege im Auto der Eltern zurückgelegt werden, da die freie Waldorfschule ein relativ großes Einzugsgebiet hat. 76% der Befragten wünschten sich eine Verbesserung der öffentlichen Anbindung. Zwar war die Schule auch bisher schon mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, doch die Notwendigkeit des mehrmaligen Umsteigens auf den GVB-Linien stellte ein Hindernis zum nachhaltigen Wechsel auf den öffentlichen Verkehr dar. 
 
Waldorfschule Graz-St. Peter

Neben allgemeinen Verbesserungen der öffentlichen Anbindung durch besser abgestimmte Taktzeiten der Anschlüsse haben die Verhandlungen der Elternvertretung mit den GVB nach einem Jahr zum Erfolg geführt. Eine neue Schulbuslinie, welche zu Beginn des Sommersemesters feierlich eröffnet wurde, wird nun täglich 45 SchülerInnen, die bisher im privaten PKW der Eltern chauffiert wurden, bis zum Ende des Semesters umweltfreundlich zur Schule bringen.
 
So werden tagtäglich mehr als 200 private Autokilometer unnötig, woraus sich eine jährliche Einsparung von mehr als 40.000 Autokilometern ergibt – was einer Erdumrundung bzw. 8800 kg CO2-Ausstoß entspricht. Diese Maßnahme trägt also wesentlich zum Klimaschutz und zur Reduktion von Lärm und Feinstaub bei und ist darüber hinaus aber auch ein Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit für die Kinder.
 
Nun bleibt nur zu hoffen, dass dieses Pilotprojekt auch im kommenden Schuljahr fortgeführt werden kann, was nicht zuletzt von der weiteren Finanzierung durch Sponsoren abhängt.
 
Waldorfschule Graz-St. Peter

 
 
Interpretation der Auswertung der Fragebogenaktion
Das Einzugsgebiet der Schule ist ganz Graz (Der Anteil der SchülerInnen, die zu Fuß zur Schule kommen ist demzufolge mit knapp 8 % in VS und 9 % in der Oberstufe eher gering)
Daher sind zahlreiche unterschiedliche Problemfelder zu analysieren. Prinzipiell liegt die Schule an einer sehr verkehrsreichen Straße und dadurch sind natürlich zahlreiche Gefahrenquellen gegeben. 

Maßnahmenkatalog:

Kontaktaufnahme mit entsprechendem Verkehrsverbund zu:
Buslinie (63 als direkte Linie zur Schule, besserer Takt, Gefahrenzone bei Ein-Ausstiegstelle vor der Schule)
Radweg vom Zentrum nach St. Peter
Anschluss zu neuer Endhaltestelle der Linie 4 beim Murpark
Eigener Schulbus von Mariatrost/Mariagrün/Stiftingtal/Geidorf zur Schule

Sicherheitsschulung für die SchülerInnen, SchülerInnenlotsen in der Früh am Zebrastreifen an der St. Peter Hauptstraße
 
Information für Eltern über sicheren Schulweg, wo gefahrenfreie Ein-Ausstiegsmöglichkeiten gegeben sind

SchülerInnenwettbewerb für Haltestellengestaltung und Hinweisschilder (Tempo 30km/h)

Projekt für Leihfahrräder der Schule, die direkt beim Murpark zum entlehnen sind, wäre mit Stadt Graz abzuklären ob man daraus ein Projekt machen könnte?

Pedibuskonzept (Begleit-Modell für Kinder/SchülerInnen die zu Fuß zur Schule kommen oder bis zur Bushaltestelle begleitet werden.
 
Fahrradreparaturkurse wurden durchgeführt.  
 
Gestaltung einer kinderfreundlichen Haltestelle vor der Schule mit Anzeigetafel, mehr Platz für Bewegung, größere Sicherheit durch größere Bucht und größeren Abstand zur Straße
 
 
 
Bei der Analyse der Verkehrswege der SchülerInnen wurde festgestellt das 70 % der SchülerInnen in der Unterstufe und 50 % der SchülerInnen in der Mittelstufe mit dem „Elterntaxi“ zur Schule gefahren werden. Aufgrund dessen wurde durch zahlreiche Verhandlungen ein eigener Schulbus eingerichtet.
Am 25.2.2008 fand dazu ein Pressegespräch statt. 45 Mädchen und Jungen werden in Zukunft nicht mehr von ihren Eltern zu Schule gebracht, sondern den umweltfreundlichen Schulbus nutzen. Durch dessen Einsatz werden insgesamt täglich 200 km private PKW-Fahrten unnötig. Jährlich ergibt dies eine Einsparung von 40.000 Autokilometern bzw. ca. 8.800 kg weniger CO2-Ausstoß. Auch die Verkehrssicherheit, insbesondere für die jüngeren Schülerinnen und Schüler erhöht sich durch die Busfahrt wesentlich.
Das monatliche Busgeld von EUR 720,00 wird derzeit von den Eltern bezahlt, jedoch wurde um eine Förderung angesucht. In dieser Angelegenheit wurde auch bei der Vizebürgermeisterin der Stadt Graz Frau Lisa Rücker vorgesprochen. Ein weiters Gespräch mit der GVB wird angestrebt um den Beitrag des Busses zu senken.

03.10.2008