Pilotprojekt "Spritsparende Fahrweise für PostbuslenkerInnen"
10% Einsparung durch spritsparende Fahrweise!
Gemeinsam mit der ÖBB-Postbus GmbH hat die klima:aktiv mobil „Spritspar-Initiative“ das Pilotprojekt "Spritsparende Fahrweise für PostbuslenkerInnen" auf die Beine gestellt. Dabei werden alle rund 2.800 BuslenkerInnen zu Spritsparern ausgebildet. Ein Großteil der Postbus-Lenker hat dazu bereits im Vorjahr in Fahrsicherheitszentren in ganz Österreich ein Training absolviert. Im Jahr 2007 werden noch 450 ÖBB-Postbus-LenkerInnen an einem ÖAMTC-Economy-Training teilnehmen. Für das Engagement bei der gezielten Berufskraftfahrerweiterbildung auf eine spritsparende Fahrweise hat der ÖAMTC am 17. Jänner 2007 eine Auszeichnung an die ÖBB-Postbus GmbH (Michael Gassauer und Ewald Koller), das Lebensministerium (Günter Liebel, Robert Thaler und Peter Wiederkehr) und die Österreichische Energieagentur (Fritz Unterpertinger und Robin Krutak) vergeben.Das Economy-Training ist vom ÖAMTC ganz individuell auf die ÖBB-Postbus GmbH abgestimmt worden. "Die Teilnehmer haben gelernt, wie sich der Drehmoment, das rechtzeitige Weggehen vom Gas, der richtige Reifendruck, die korrekte Benutzung von Standheizung und Klimaanlage uvm. auf den Kraftstoffverbrauch auswirken", erläutert Gerhard Blümel, Leiter der Lkw-/Bus-Fahrsicherheit beim ÖAMTC. Unter der Anleitung von ÖAMTC-Experten konnten die Postbus-Lenker im Training durchschnittlich sogar 9,71 Prozent Kraftstoff einsparen. Bei der täglichen Fahrt lässt sich dieser hohe Wert erfahrungsgemäß nicht erreichen. Über fünf Prozent sind aber realistisch. Umgerechnet auf die ganze ÖBB-Postbus-Flotte, die jährlich 120 Millionen Kilometer zurücklegt, ergibt das eine Ersparnis von insgesamt 1,9 Millionen Litern Kraftstoff und somit eine Spritkosten-Ersparnis von 1,5 Millionen Euro.
"Die Spezialschulung des ÖAMTC trägt dazu bei, dass neben der Kostenersparnis auch der Komfort und die Sicherheit in den Postbussen weiter gesteigert wird", so Michael Gassauer, Geschäftsführer der ÖBB-Postbus GmbH.
In die gleiche Kerbe schlägt Günter Liebel, Umweltsektionschef im Lebensministerium: "Die Spritsparkampagne im Rahmen unseres Klimaschutzprogramms klima:aktiv mobil beweist, dass sich Umweltschutz rechnet. Spritsparen spart eben nicht nur Treibhausgas-Emissionen, sondern auch Kosten – eine echte Win-Win-Situation also.“
"Den Erfolg dieses gemeinsamen Pilotprojekts von Postbus und Lebensministerium wollen wir nutzen, um durch unser klima:aktiv mobil-Programm auch andere Flottenbetreiber von Bus- und Lkw-Flotten zum Spritsparen zu gewinnen", ergänzt Robert Thaler der im Lebensministerium für die Spritspar-Initiative zuständige Leiter der Verkehrsabteilung.
"Durch die Anwendung der Spritspartipps können die Postbus-Lenker dazu beitragen, dass pro Jahr der Ausstoß von 5.000 Tonnen des Treibhausgases CO2 vermieden wird. Der Verkehr spielt in Fragen der Energieeffizienz und des Klimaschutzes eine tragende Rolle", ergänzt Fritz Unterpertinger, der Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, die für das Programmmanagement der Spritspar-Initiative verantwortlich ist.
03.09.2009


acebook
witter
