Wohnahlage Frühlingstraße
Frühlingstraße 9a-9g, 6922 Wolfurt
Gebäudeart: Niedrigenergiehaus
Energiekennzahl: 23,7 kWh/m²a (durchschnittlich von 7 Objekten)
Bauherr: Errichtergemeinschaft Wolfurt-Frühlingstrasse
Architektur: architekturWerk THE EDGE – Architekt Christoph Kalb
Energieplanung: E-PLUS, Stephen Kaltheier - Kaltheier Krauß OEG
- Nutzung: 7 Einfamilienhäuser im Siedlungsverbund
- Gebäudeart: Niedrigenergiehäuser
- Fertigstellung: 2006
- Energiekennzahl: HWB (OIB) 23,7 kWh/m²a (Durchschnitt von 7 Objekten), klima:aktiv haus Punkte 944 (von max.1000)
- Energiesystem: Komfortlüftungsanlage mit Erdreichvorerwärmung und Wärmerückgewinnung (Wirkungsgrad > 90 %), Raumwärmeeinbringung über Fußboden- bzw. Wandheizungssystem, Energie aus 7 Pufferspeichern (800 bzw. 1000 Liter in den Kellern der Häuser) über thermische Sonnenkollektoren beheizt (auf den Dächern – jeweils zwischen 8 m² und 14 m²), Abdeckung von 90% des Warmwassers und 30 % des Raumwärmebedarfs mit Solarenergie, restlicher Wärmebedarf mit zentraler Pelletsheizanlage (25 kW Leistung)
- Baubiologie und Nutzungskomfort: Holzbau-Konstruktion von regionaler Zimmerei, Holz-Alu-Fenster, Holzfassade aus unbehandelter heimischer bzw. FSC-zertifizierter sibirischer Lärche, Schafwoll- und Zellulosedämmung, Vollholz-Rauspund-Diagonalschalung als konstruktive Aussteifung, Außenwandkonstruktion mit latexierten Holzweichfaserplatten, unbehandelte Massivholzdecken, Gründach –
Architektur
Diese Siedlung am Rande des Wolfurter Ortskerns zeigt beispielhaft, wie das Alltagswohnen einer nachhaltigen Gesellschaft aussehen könnte. Durch ein »Zippverschlusssystem« wurden die sieben individuell gestalteten Einfamilienhäuser entlang einer Ost-West-Achse locker eingereiht und mit privaten Terrassen und Gärten verzahnt. Rundungen der Kanten zum Inneren der Anlage weichen den kubistischen, mit vertikaler Holzschalung verkleideten, zweigeschossigen Volumen. Als roter Faden dieser verdichteten, energieeffizienten Flachbauanlage diente ein von der privaten Errichtergemeinschaft entworfenes »Pflichtenheft« mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen. Man darf allerdings fragen, ob Einfamilienhäuser in dem zersiedelten Rheintal grundsätzlich noch vertretbar sind.
Dominique Gauzin-Müller
Energie und Ökologie
Sieben Familien organisieren gemeinschaftliches Bauen und Wohnen, nutzen die Fläche deutlich besser als übliche Einfamilienhausbebauungen und schaffen es auch, die ökologischen Anforderungen an die Materialisierung kompromisslos durchzusetzen. Eine Lücke im Radwegnetz wird hier auf privatem Grund auch noch geschlossen. Die sieben Niedrigenergiehäuser sind mit einer Komfortlüftungsanlage mit Erdreichvorerwärmung und Wärmerückgewinnung ausgestattet. Das Warmwasser wird vorwiegend von thermischen Solaranlagen bereitet, die auch zur Raumheizung beitragen, der restliche Wärmebedarf wird durch eine zentrale 25 kW Pelletsanlage bereitgestellt. Die Wohnanlage mit ihrem qualitativ hochwertigen und umweltfreundlichen Wohnumfeld entspricht den Kriterien für ein klima:aktiv Haus ohne Passivhaus- Standard zu erreichen.
Johannes Fechner
08.09.2009


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