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Brennstoffzellenfahrzeuge und Wasserstoff

Die meisten Fahrzeughersteller untersuchen seit Jahren intensiv den Einsatz von Wasserstoff als möglichen Kraftstoff. Dabei haben sich innerhalb der Industrie zwei verschiedene technische Herangehensweisen herausgebildet: Die Verbrennung von Wasserstoff in Motoren mit herkömmlicher Verbrennungstechnologie (Hubkolbenmotor, Wankelmotor) bzw. der Einsatz von Wasserstoff in Brennstoffzellen.

Bei der Nutzung von Wasserstoff als Kraftstoff in Verbrennungskraftmaschinen entstehen als einziges Abgas geringe Mengen an Stickoxiden – als einziges Abgas Wasserdampf, bei Brennstoffzellen ausschließlich Wasserdampf.
Da jedoch Wasserstoff in der Natur hauptsächlich in gebundener Form vorkommt (z. B. in Wasser und Kohlenwasserstoffen), muss er erst gewonnen werden, um in reiner Form (H2) verfügbar zu sein. Diese Herstellung ist mit einem hohen Einsatz von Energie verbunden, was zu hohen Treibhausgasemissionen führen kann.
Die Ökobilanz von Wasserstofffahrzeugen ist damit, ähnlich wie die von Elektrofahrzeugen, stark abhängig von der Herstellung des Energieträgers. Wird zur Produktion von Wasserstoff Energie aus erneuerbaren Energieträgern verwendet, so ist die Gesamtbilanz sehr gut. Stammt die Energie hingegen aus Wärme- oder Kernkraftwerken, so sind Wasserstofffahrzeuge keine
klimafreundliche Alternative.
Für die Alltagstauglichkeit müssen die Kosten von Brennstoffzellen gesenkt und ihre Lebensdauer erhöht werden. Weiters ist die Speicherung von Wasserstoff, ob gasförmig in Drucktanks (mehr als 350 bar), in Metallhydridspeichern oder flüssig in Kühltanks (bei –253 °C) sehr aufwendig. Auch gibt es derzeit noch keine Tankstelleninfrastruktur.
 

03.06.2009