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Bewirtschaftungsmodell für den Kleinwald im Burgenland

Dieses Projekt wurde von der Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Forsttechnik durchgeführt. Im Rahmen des Projektes wurden bestehende Kooperationen angepasst, und neue Bewirtschaftungsmodelle definiert, um die Wertschöpfung vor Ort zu halten, und das Potential aus dem Kleinwald zu nutzen. Ziel war es, bei fachgerechter, nachhaltiger Waldbewirtschaftung sowie der Senkung der Ernte-, Betreuungs- und Verwaltungskosten, das Holz aus dem Kleinwald zu mobilisieren.

 
PROJEKTINFO
 
1) Projektname

Bewirtschaftungsmodell für den Kleinwald im Burgenland

2) Projektinhalt
Der Anteil des Kleinwaldes im Burgenland beträgt knapp 60 % der Gesamtwaldfläche des Landes. Wegen der strukturellen Nachteile – der durchschnittliche Kleinwaldbesitz beträgt 4,8 ha, bei einer Größe der Streuparzellen von 0,4 ha – kommt es, trotz der hohen Holzvorräte und dem für die Holzernte günstigen Gelände, zu erheblichen Erschwernissen bei der Waldbewirtschaftung. Um diesen strukturellen Nachteilen entgegenzuwirken, der ständig steigenden Nachfrage nach Säge- und Industrieholzsortimenten gerecht zu werden, sowie um die Durchforstungsrückstände abzubauen, wurden vereinzelt Bewirtschaftungs- und Vermarktungsgemeinschaften gegründet. Wegen der hohen Abrechnungs- und Verwaltungskosten, bedingt durch den Bezug auf die Einzelparzelle, stieß man jedoch auch mit diesen neuen Organisationseinheiten bald an seine Grenzen, weshalb nach effizienteren Lösungen gesucht werden muss. Im Rahmen des Projektes BURGWALD wurden bestehende Kooperationen angepasst, und neue Bewirtschaftungsmodelle definiert, um die Wertschöpfung vor Ort zu halten, und das Potential aus dem Kleinwald zu nutzen. Ziel war es, bei fachgerechter, nachhaltiger Waldbewirtschaftung sowie der Senkung der Ernte-, Betreuungs- und Verwaltungskosten, das Holz aus dem Kleinwald zu mobilisieren. Dazu wurde eine Prozessanalyse bei ausgewählten Projektpartnerbetrieben durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen, sowie anhand durchgeführter Recherchen, wurde ein Sollmodell für Bewirtschaftungseinheiten entwickelt. Die Abschätzung des Potenzials, das sich daraus ergibt, wurde anhand eines kleinstparzellierten, wenig bewirtschafteten Modellgebietes dargestellt. Neben den Organisationsmaßnahmen zur Effizienzsteigerung im Kleinwald wurde auch der Einsatz moderner Technologien – wie beispielsweise Satellitennavigation – für die Erfassung, Zuordnung und Verrechnung der Holzmengen im Rahmen einer Literaturstudie evaluiert.

3) Projektbeteiligte
Universität für Bodenkultur Wien; Institut für Forsttechnik
Stampfer Karl, Projektleiter(in)
Steinmüller Thomas, Projektmitarbeiter(in)

4) Kontakt
Universität für Bodenkultur; Institut für Forsttechnik (FT) 
Peter Jordan-Strasse 82
A-1190 Wien 
T: +43 (0) 1 476 54-4300
F: +43 (0) 1 476 54-4342
E: office.915@boku.ac.at
I: www.boku.ac.at/forstt

5) Weiterführende Informationen
Weiterführende Informationen finden Sie über folgenden Link: www.boku.ac.at
 

11.11.2007