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biogas - das Programm

Hinter klima:aktiv biogas steht die Initiative des Lebensministeriums für aktiven Klimaschutz. Mit dem Programmmanagment für das Programm biogas wurde für den Zeitraum von 2005-2010 die ARGE Kompost & Biogas Österreich beauftragt. Das Programm wird momentan neu ausgeschrieben (Informationen unter klimaaktiv@energyagency.at).

Biogas als nachhaltiger Energieträger und „Produkt des ländlichen Raumes“ kann einen wesentlichen Beitrag für die Energieversorgung der Zukunft leisten. Um auch in Zukunft erfolgreiche Biogasanlagen betreiben und errichten zu können setzt das neue Biogas–Team auf Vereinheitlichung von rechtlichen Rahmenbedingungen z.B. in der Genehmigungsabwicklung und auf einen zukünftigen kontinuierlichen Ausbau anstatt befristeter Zeiträume. Nur eine stetige Entwicklung kann Erkenntnisse der Forschung und Anliegen der Praxis und Wirtschaft optimal verknüpfen. Steigende Effizienz der Anlagen sowie geringere Anschaffungskosten müssen das Ziel sein, um den Energieträger Biogas langfristig abzusichern. Auch neue Wege wie die Aufbereitung, Reinigung und Einspeisung in das Erdgasnetz, sowie die Verwendung von Biogas als Treibstoff sind wichtige Themen des Programmmanagements „biogas“.
 
An der Umsetzung dieser Vision arbeiten bereits zahlreiche Akteure: von  Forschern bis zu Biogasberatern in den Landwirtschaftskammern, von  Anlagenbetreibern bis zu Anlagenplanern und Komponentenherstellern. Sie alle zu vernetzen und somit eine raschere und auch ökonomisch effizientere Technologieeinführung zu bewirken, ist ein Ziel des klima:aktiv-Programms. Darüber hinaus gilt es, zahlreiche für die Umsetzung von Anlagen  hinderliche Rahmenbedingungen aktiv zu bearbeiten, z. B. Harmonisierung von Genehmigungsverfahren, Klärung offener rechtlicher Vorschriften. 
 
  
Die Schlüsselaufgaben des klima:aktiv Programms biogas 2005 - 2010: 

  • Durch Veranstaltungen, Kongresse etc. wichtige Akteure vernetzen (Anlagenbetreiber, Berater, Planer, Behörden, Forscher, „Interessensvertreter“ und andere „Netzwerker“, insbesondere auch Kooperation mit bestehenden stake-holder-Organisationen etc.)
  • Weiterbildung durch spezielle Seminare zu aktuellen Fragen anbieten
  • Vorhandenes Wissen gezielt aufbereiten und verbreiten
  • Das Image von Biogas mit verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen verbessern
  • Den Forschungsbedarf aus der Praxis erheben und an die Forschungsstellen weiterleiten und somit einen Beitrag zur Stärkung der F&E-Aktivitäten leisten

Die Schwerpunkte 2010 waren:
  • Biogas als Kraftstoff - eine der effizientesten Alternativen für klimafreundliche Mobilität, die direkte oder virtuelle Nutzung von CBG (compresed biogas) oder als Gemsich mit Erdgas als Bio CNG (compressed natural gas)
  • Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz - Erarbeiten von Rahmenbedingungen und Nutzung der vielfäligen Vorteile des Multitalents Biogas. Mit der Implementierung der Biomethanstrategie gilt
    es, positive Rahmenbedingungen für die Anwendung von Biogas in jenen Segmenten zu schaffen
    bzw. auszubauen, in denen Biogas seine volle Stärke entfalten kann – sei es in der Kraftwärmekopplung, in der rein thermischen Anwendung, aber auch in der Kraftstoffanwendung.
  • effiziente Wärmenutzungsmöglichkeiten von Biogas - ca. 2/3 der bestehenden Biogasanlagen verfügen bereits über eine Wärmenutzung. Obwohl die Erträge aus der Wärmenutzung aufgrund der geringeren Wertigkeit entsprechend niedrig sind, so ist doch ein möglichst hoher Wärmenutzungsgrad aus Effizienz- und wirtschaftlichen Gründen anzustreben.
  • Der klima:aktiv Biogas- Fachkongress 2010 soll sich als Vernetzungsplattform und Informationsdrehscheibe weiter etablieren sowie Anregung für künftige Entwicklungen bieten. Die Veranstaltung besteht aus thematisch gegliederten Vortragsblöcken.
  • Das Programm klima:aktiv Biogas wird von vielen bestehenden Netzwerken und Institutionen auf Bundes- und Landesebene sehr positiv aufgenommen und zur Mitarbeit eingeladen. Durch die Einbindung in Netzwerke und Öffentliche Hand ist gewährleistet, dass das Programm bei den laufenden Entwicklungen im Bereich der Gesetzgebung etc. involviert ist. Durch Abgabe von Stellungnahmen und der Erarbeitung von Konzepten zu den jeweiligen Themen wird sichergestellt, dass das Programm als wesentlicher Partner angenommen und zur weiteren Mitarbeit eingeladen wird.

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16.03.2011