Innovative Haustechnik - unverzichtbar für energieeffizientes Bauen
Der Bereich Haustechnik ist in modernen Niedrigenergie- oder Passivhäusern von zentraler Bedeutung. Hier ein paar Anregungen, welche zentralen Maßnahmen zu einem optimalen und effizienten Betrieb eines Hauses beitragen.
Regelung: Die Kosten für Regelungstechnologie sind in den letzten Jahren derart gesunken, dass moderne Regelungstechnik selbst in Privathaushalten wirtschaftlich ist. So sind Bewegungsmelder durchaus schon üblich, weitere Möglichkeiten sind der Einsatz von Tageslichtsensoren und Einzelraumthermostaten.Heizung: Die beste Heizung ist eine gut gedämmte Gebäudehülle... aber für die notwendige Restwärmeerzeugung sollten unbedingt Energieträger aus erneuerbarenEnergiequellen eingesetzt werden!
Pellets- und Holzheizungen stehen heutzutage hinsichtlich Bediendungskomfort und Behaglichkeit anderen Heizungssystemen um nichts nach und sollten in jedem Neubau- und Sanierungskonzept berücksichtigt werden. Selbst die klassische Scheitholzheizung gewinnt – ausgestattet mit Steuerung und Pufferspeicher – wieder große Marktakzeptanz. Eine Marktübersicht über verfügbare Pelletsheizungen und die Technologie dahinter findet sich auf der Website der Österreichischen Energieagentur.
Auf jeden Fall sollte bei der Planung der Einsatz von Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung mitgedacht werden.
Sanitär: Wasser braucht auch Energie, zur Aufbereitung, zur Erwärmung, zur Entsorgung und Reinigung. Die effiziente Nutzung von Wasser im Haus ist also ein wichtiger Beitrag zum effizientem Bauen. Dies bedeutet für uns die Verwendung wassersparender Armaturen im Bad, effizienter Einrichtungen und Geräte wie Geschirrspüler, Waschmaschinen und Toiletten. Es bedeutet auch den sorgsamen Umgang mit dem Trinkwasser, zum Beispiel durch die Verwendung von Regen- oder Brauchwasser, wo keine Trinkwasserqualität benötigt wird, etwa bei der Toilettenspülung oder in der Waschmaschine
Mehr Informationen dazu gibt es auf der Webseite der AEE INTEC http://www.aee-intec.at. oder auf www.umweltberatung.at
Lüftung: Eine hohe Luftqualität ist in herkömmlichen Häusern mit regelmäßigem Lüften allein nicht erreichbar. Für Berufstätige oder auch in der Nacht ist regelmäßiges Lüften einfach nicht möglich. Möchte man ein frisches und gesundes Raumklima gewährleisten, müsste wegen der Kohlendioxidbelastung, der Feuchte bzw. der Schadstoffausdünstung ca. alle zwei Stunden gelüftet werden. Deshalb sollte bei der Planung eines neuen Heims auf alle Fälle eine Lüftungsanlage mitbedacht werden.
Wertvolle Information zum Thema Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung liefern die beiden Broschüren „Energiesparen durch richtiges Lüften“ und „Kontrollierte Wohnraumlüftung“ von Energie Tirol, im Download-Bereich von www.fh-kufstein.ac.at/wohnraumlueftung zu finden. Informationen finden Sie auch auf www.komfortlüftung.at
Weitere Informationen auch als Download:
Kühlung: Kühlung ist in unseren Breiten ganz selten wirklich notwendig. Schon durch einfache Maßnahmen wie Beschattung, Dämmung, Einsatz von effizienteren Elektrogeräten, die weniger Abwärme entwickeln, lassen sich aufwendige Investitionen in Klimaanlagen verhindern bzw. minimieren.
Beleuchtung: Energiesparlampen kosten heute nicht mehr viel. Waren es früher rund 15 Euro, ist heute das Angebot vielfältiger und die Preise liegen zumeist unter 5 Euro. Bei der Auswahl der Lampenschirme und Beleuchtungskörper solle darauf geachtet, werden, dass diese auch optisch für den Einsatz von Energiesparlampen geeignet sind. Dadurch ist es leichter, den Energieverbrauch bei der Beleuchtung um bis zu 80 % zu reduzieren.
05.04.2011


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