Warmwasser
Holen Sie sich die Sonne ins Haus!Die Warmwasserbereitung mittels Solaranlagen kann in Österreich auf eine lange Erfolgsgeschichte verweisen. Eine Modernisierung des Gebäudes ist die beste Gelegenheit, auf eine solare Warmwasserbereitung umzusteigen. Nutzen Sie die Fördermöglichkeiten und das Know-how von zertifizierten Solarinstallateuren! Sie finden hier weitere Tipps, wie Sie warmes Wasser effizient und günstig bereiten können.
Solare Warmwasserbereitung
Wer modernisiert, sollte an eine Warmwasserbereitung durch eine Solarwärmeanlage denken. Mit Solarkollektoren können bis zu 75% des jährlichen Warmwasserbedarfs abgedeckt werden. In den Monaten April bis September lassen sich beinahe 100% des Warmwasserbedarfs solar decken.
Für 1 Person (50 l Wasserbedarf am Tag) sollte zur Erreichung eines 75% Deckungsgrades eine Absorberfläche von 1,5 m2 veranschlagt werden. Die tatsächlich benötigte Absorberfläche hängt von der Dachneigung, der Abweichung vom Süden und der Entfernung zwischen Kollektor und Speicher ab.
Solarspeicher sind sogenannte bivalente Warmwasserspeicher. Es sind schlanke, hohe Standspeicher, damit sich im Speicher eine Temperaturschichtung bilden kann. Oben befindet sich das heiße Wasser, in der Mitte warmes und unten kaltes Wasser. Am Kaltwassereingang ist eine Prallplatte, dass es durch einfließendes Kaltwasser nicht zu einer Verwirbelung mit wärmerem Wasser kommt. Natürlich muss der Speicher über eine entsprechende Dämmung verfügen: seitlich 10 cm und oben 15 cm.
Speicherinhalt dem Bedarf anpassen!
Der Warmwasserspeicher sollte gut gedämmt sein (im Idealfall 20 cm, mindestens aber 8 cm) und in der Nähe der Entnahmestelle stehen. Die Warmwasserleitungen müssen gut gedämmt und der Speicherinhalt dem tatsächlichen Bedarf angepasst sein. Optimal ist die Wasserentnahme über einen Thermosiphon, damit die Temperaturschichtung im Speicher erhalten bleibt. Bei Thermosiphonen handelt es sich um ungedämmte Rohrschleifen, die verhindern, dass warmes Wasser innerhalb einer Leitung zirkuliert.
Nicht über 60 Grad
Die Wassertemperatur im Speicher sollte nicht über 60 Grad liegen. Höhere Temperaturen führen zu höheren Leitungsverlusten und zu verstärkter Verkalkung.
Zirkulationspumpen: bequem, aber Stromverbraucher
Bei zentralen Warmwasserspeichern sind oft lange Leitungswege vorhanden. Mit Hilfe einer Zirkulationspumpe wird das abgekühlte Brauchwasser wieder zum Warmwasserspeicher transportiert. Dadurch wird gewährleistet, dass immer sofort warmes Brauchwasser zur Verfügung steht, ohne dass viel kaltes Brauchwasser abgezapft werden muss, bevor Warmwasser entnommen werden kann.
Bei Einfamilienhäusern sollte gut überlegt werden, ob eine Zirkulationsleitung wirklich notwendig ist. Falls dies der Fall ist, sollten diese mit einer Zeitschaltuhr und mit Zirkulationsthermostaten ausgerüstet sein. Es reichen in der Regel 15 Minuten Betrieb in den Hauptbedarfszeiten.
27.10.2011


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