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Detailinfos zu den Nominierten

Folgende Projekte wurden für den Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit 2010 nominiert:
 
Allgemeine Sonderschule 6 Linz, Oberösterreich

Andere hätten die alte Schule aus den 70er Jahren wegreißen lassen. Die Stadt Linz und ein ambitionierter Architekt haben jedoch aus der abgenützten und nicht zweckmäßigen Energieschleuder ein architektonisch und energetisch zeitgemäßes Kleinod gemacht.

Technische Details: Massivbau, Aufstockung in Leichtbauweise, Fernwärme, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, 64 m2 Photovoltaikanlage und 26 m2 thermische Solaranlage am Dach, Beseitigung der Barrieren

Bauherr: Immobilien Linz GmbH & Co KG
Bautyp: Sanierung 
Nutzung: Sonderschule mit sozialpädagogischen Klassen und für Kinder mit besonderen Bedürfnissen
Architektur: Dornstädter Architekten ZT GmbH, Traun
Haustechnikplanung: Technisches Büro HSL, Linz
 
Stadt Linz
Stadt Linz

 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
ECO²BUILDING Demonstrationsgebäude EINE WELT HANDEL AG, Niklasdorf, Steiermark

Poppe*Prehal haben ein innovatives Holzmodulsystem in Passivhausqualität entwickelt, das in Niklasdorf erstmals umgesetzt wurde. Es passt perfekt zur Philosophie des Bauherrn, dem führenden Handelsunternehmen für fair gehandelte Produkte. Das Demonstrationsgebäude zeigt nicht nur, dass gute Architektur und Energieeffizienz einander  perfekt ergänzen, sondern auch - durch Monitoring belegt - dass mit nachhaltiger Bauweise Kostensicherheit versprochen werden kann.

Technische Details: Holzbau, Lüftungsanlage mit Erdwärmetauscher und Wärmerückgewinnung, umfassende Optimierung der Umwelteigenschaften in den Bereichen Konstruktion und Baustoffe, direkte Gleisanbindung

Bauherr: Eine Welt Handel AG, Niklasdorf
Bautyp: Neubau
Nutzung: Lager und Verkaufsraum
Architektur: POPPE*PREHAL ARCHITEKTEN ZT GmbH, Steyr
Energieplanung: eböck - Ingenieurbüro für Energieberatung, Tübingen
Projektbeteiligte: Profactor GmbH
 
Lukas Schaller
Lukas Schaller
  

 

 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Elementfertigungshalle Obermayr Holzkonstruktionen, Schwanenstadt, Oberösterreich

Ansprechend und energieeffizient. Diese Adjektive nannte man früher nicht unbedingt im Zusammenhang mit einer Industriehalle. Die Firma Obermayr Holzkonstruktionen hat dafür gemeinsam mit F2-Architekten einen neuen Standard geschaffen. Form follows Function, diese wiederum den präzise definierten betrieblichen Abläufen - ein Guss.

Technische Details: Industriepassivhaus aus Holz mit innovativen Technologien wie Aktivierung der monolithischen Betonbodenplatte, Stromersparnis von über 70 % durch intelligente Tageslichtplanung

Bauherr: Obermayr Holzkonstruktionen GmbH
Bautyp: Neubau
Nutzung: Produktionshalle für Holzbauelemente
Architektur: F2-Architekten ZT GmbH, Schwanenstadt
Energieplanung: design AID, Haidershofen

Obermayr Holzkonstruktionen
Lukas Schaller
 
Freihof Sulz, Sulz, Vorarlberg

Der Freihof Sulz zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass sich Nachhaltigkeit nicht nur auf Energiekennzahlen oder Baumaterialien bezieht, sondern auch auf den Umgang mit sozialen, kulturellen und ökonomischen Ressourcen.
 
Das Gebäude aus dem Jahre 1796 wurde nach einer Sanierung wieder zu einem das Dorfzentrum belebenden Schmuckstück.

Technische Details: Bestand Massivbau, umfassendes Produktmanagement, zertifizierte Materialien, Umstellung auf Pelletsheizung und 56 m2 thermische Solaranlage mit Heizungsunterstützung, Regenwassernutzung

Bauherrin: Lydia Zettler-Madlener
Bautyp: Sanierung eines denkmalgeschützten Gasthauses
Nutzung: Gasthaus, Bäckerei, Dorfladen, Seminar- und Dienstleistungsräumlichkeiten
Architektur: DI Beate Nadler-Kopf, Hohenems
Energieberatung: Gebhard Bertsch, Ludesch
 
Lukas Schaller
Lukas Schaller

   
 
Gemeindehaus Raggal, Vorarlberg 

Die Erhaltung von traditionellem Handwerk, regionale Wertschöpfung, kurze Wege und maximaler Nutzen bei minimalem Platzverbrauch – auch das bestimmt die Nachhaltigkeit. Das Gemeindehaus Raggal führt vor, wie man all das vereinen kann: angefangen vom Ortsplatz, der sich förmlich ins Gebäude hineinzieht, bis hin zur Musikschule mit Fernblick.

Technische Details: Holzbau, ökologische Materialien, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Biomasseheizung (gemeindeeigene Hackschnitzel), durch die auch einige andere Häuser im Ort mit Wärme versorgt werden

Bauherr: Gemeinde Raggal Immobilienverwaltungs GmbH & Co.KEG
Bautyp: Neubau
Nutzung: Gemeindeamt, Tourismusbüro, Musikschule
Architektur: Johannes Kaufmann Architektur, Dornbirn
Energieplanung: Planungsteam E-Plus GmbH, Egg
 
Lukas Schaller
Lukas Schaller
  

 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
Gemeindezentrum St. Gerold, Vorarlberg 

Eine kleine Gemeinde hatte hohe Anforderungen an Ökologie und Nachhaltigkeit, die Architekten einen sehr emotionalen Zugang zur Baukultur. Das Ergebnis ist ein konsequentes Beispiel für Architektur gewordene Nachhaltigkeit.
 
Das Gebäude markiert nicht nur einen bis dato fehlenden Ortseingang, sondern schafft durch die Situierung sogar einen ebenen Vorplatz in den ansonsten so steil abfallenden Südhängen.

Technische Details: Holzbau in Passivhausbauweise, Erdwärme Tiefensonden, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, ökologische Gesamtausrichtung bei Baustoffwahl – Optimierung der Konstruktion auf Basis OI 3 Index, Chemikalienmanagement

Bauherr: Gemeinde St. Gerold
Bautyp: Neubau
Nutzung: Gemeindeamt, Kindergarten, Mehrzweckraum, Dorfladen
Architektur: Cukrowicz Nachbaur Architekten ZT GmbH, Bregenz
Haustechnik: Technisches Büro Werner Cukrowicz, Lauterach
 
Lukas Schaller
Lukas Schaller




Passivwohnanlage Samer Mösl, Salzburg 

Architektur und Nachhaltigkeit sind auch unter den Beschränkungen des sozialen Wohnbaus möglich. Mit der Passivwohnanlage „Samer Mösl“ in Salzburg wurden in mehrfacher Hinsicht Meilensteine für zukünftige Wohnbauten gesetzt.
 
Technische Details: Holzbau in Passivhausbauweise, Zellulosedämmung, Pelletsheizung, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, 200 m2 thermische Solaranlage, Regenwassernutzung, klima:aktiv 1000 Punkte Haus

Bauherr: Heimat Österreich gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsges.mbH
Bautyp: Neubau
Nutzung: Wohnanlage mit 60 Wohneinheiten in 3 Gebäuden
Architektur: sps- architekten zt gmbh, Thalgau
Haustechnik: Technisches Büro Stampfer GmbH, Salzburg
Holzbau: Holzbau Meiberger GmbH
 
Herta Hurnaus
Herta Hurnaus
 



Volksschule Mauth, Wels, Oberösterreich

Die Volksschule Mauth ist ein Manifest für die umfassende Verantwortung der Stadt Wels
und ein Beweis dafür, dass soziale, ökologische und pädagogische Nachhaltigkeit und höchste architektonische Ansprüche miteinander vereinbar sind.

Technische Details: Massivbau, Wärmepumpe mit Tiefensonden, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung,  28 m2 Photovoltaikanlage, 50 m2 thermische Solaranlage, Gründach

Bauherr: Stadt Wels - Holding Wels Immobilien GmbH & Co KG
Bautyp: Neubau
Nutzung: Volksschule
Architektur: Marte.Marte Architekten ZT GmbH, Weiler
Energieplanung: Technisches Büro Ing. Grillenberger Gmbh & Co KG, Perg
 
Lukas Schaller
Lukas Schaller

 
 
Röm.-Kath. Pfarre Wels - St. Franziskus, Wels, Oberösterreich

Die Pfarre Laahen ist eine außergewöhnliche Gemeinschaft mit außergewöhnlichem Engagement. In ihrer außergewöhnlichen Kirche wird Nachhaltigkeit nicht nur in punkto Energie, Ressourcen, Ökonomie oder Soziales verstanden, sondern auch spirituell. Das Raumangebot bietet unter anderem vielfältigste Jugend- und Seniorenbetreuungsmöglichkeiten, eine eigene Bar im Foyer, sowie einen großen Kinder- und Fußballspielplatz im Garten.

Technische Details: Holzbau, sehr niedriger Heizwärmebedarf durch Einsatz von Passivhaustechnologie, 72 m2 fassadenintegrierte Photovoltaikanlage, die Strom auch an umliegende Gemeinde liefert

Bauherr: Röm. Kath. Pfarre Wels-St.Franziskus
Bautyp: Neubau
Nutzung: Kirche, Pfarrzentrum, Veranstaltungsraum
Architektur: Luger & Maul ZT Gesellschaft OG
Energieplanung: teamgmi Ingenieurbüro GmbH, Wien

 
Lukas Schaller
Lukas Schaller

 



Wohnanlage Fussenau, Dornbirn, Vorarlberg  

In ganz Österreich warten soziale Wohnbauten aus den 1970er und 80er Jahren auf Sanierung. Die Wohnanlage in Fussenau zeigt, wie der Weg von der abgewohnten Energieschleuder zum ansprechenden Energiesparhauserträglich gelingen kann.

Technische Details: Sanierungsschwerpunkte waren Fassadendämmung, Installation einer zentralen Lüftungsanlage je Doppelhaus (mit Wärmerückgewinnung), thermische Solaranlage, Fenster und Balkoneinhausung, Optimierung des Heizsystems

Bauherr VOGEWOSI – Vorarlberger gemeinnützige Wohnungsbau- und
Siedlungsges. mbH, Dornbirn
Bautyp: Sanierung
Nutzung: Wohnanlage mit 54 Wohneinheiten in 5 Gebäuden
Architektur: Helmut Kuëss Architekturbüro, Bregenz
Energieplanung: Planungsteam E-Plus, Kaltheier & Kraus GmbH, Egg
 
Werner Egele
Lukas Schaller
  
  

Kurztexte von Sonja Bettel und Julia Lindenthal.
 

07.05.2010