Nachwachsende Rohstoffe
NAWARO sind land- und forstwirtschaftlich erzeugte Stoffe und biogene Rest-/Abfallstoffe, die nicht als Nahrungs- oder Futtermittel eingesetzt, sondern als Rohstoffe für die Industrie oder als Energieträger genutzt werden, um weitestgehend unabhängig von Ausgangsstoffen auf fossiler Basis zu werden.Die stoffliche Nutzung beinhaltet alle industriellen oder handwerklich-gewerblichen Verarbeitungsformen, in denen nachwachsende Rohstoffe den Hauptbestandteil bilden und darüber hinaus auch als Hilfs- oder Zusatzstoffe zum Einsatz kommen.
Reduktion der CO2 -Emissionen
Durch den Einsatz von NAWARO anstelle von fossilen Rohstoffen und Energieträgern kann ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion der CO2 -Emissionen geleistet werden. Im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen erneuern sie sich jährlich oder in überschaubaren Zeiträumen. Bei ihrer Verbrennung oder Kompostierung setzen NAWARO immer nur jene Menge an CO2 frei, die sie während ihrer Wachstumsperiode aus der Atmosphäre entnommen haben. Diese CO2 Neutralität ist gegeben, solange ein möglichst naturnaher und regionaler Anbau erfolgt und keine sonstigen Kohlenstoffspeicher wie Regenwälder oder Torf- bzw. Permafrostböden dafür verwendet werden.
Regionale Wertschöpfung
NAWARO bieten regionalökonomisch eine Möglichkeit, zusätzliche Wertschöpfung für eine Region zu erzielen. Dabei werden regionale Wirtschaftskreisläufe geschlossen, eine Risikominimierung durch die Reduktion von Außenabhängigkeiten erreicht und die integrierte Entwicklung aller Wirtschaftssektoren im ländlichen Raum gefördert. Daher eröffnet der verstärkte Einsatz nachwachsender Rohstoffe Chancen für die österreichische Wirtschaft. Österreich verfügt über eine günstige Ausgangsposition, weil die Einstellung zu NAWARO allgemein positiv ist, die ländlichen Regionen eine hohe Produktivität und Kompetenz aufweisen und ein Flächenpotential für NAWARO vorhanden ist.
22.06.2009


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