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energieholz - ein klima:aktiver Energieträger

Rasch steigender Energieholzbedarf durch neue Biomasse-KWK-Anlagen
 
Durch das Ökostromgesetz 2002 wurde die Errichtung von neuen Biomasse-KWK-Anlagen an verschiedensten Standorten in Österreich initiiert. Einerseits werden die Biomasse-Heizzentralen der großen holzverarbeitenden Betriebe zu Biomasse-KWK-Anlagen ausge­weitet. Durch den Ausbau der Biomasseanlagen in der Holzindustrie kommt es zu einer Umlenkung von Stoffströmen, bislang zur außerbetrieblichen energetischen Nutzung am Energieholzmarkt angebotene Energieholzsortimente (Rinde und sonstige geringwertige Rest­holz­sortimente) werden zur Gänze innerbetrieblich verwertet, Teilmengen bislang für die stoffliche Verwertung verfügbarer Restholzsortimente gelangen in zunehmendem Ausmaß in die innerbetriebliche energetische Verwertung oder werden durch die Errichtung von neuen Pelletspressen zu höherwertigen Produkten für die außerbetriebliche energetische Nutzung umgewandelt. Andererseits entstehen auch außerhalb der Holzindustrie neue Biomasse-KWK-Anlagen, für die neue Energieholzmengen benötigt werden. Nach der Einschätzung der Österreichischen Energieagentur ist in Österreich ab 2007 zur Brenn­stoff­versorgung der neuen Biomasse-KWK-Anlagen in Summe mit einem jährlichen Mehr­bedarf von mind. 2 Mio. Festmeter Energieholz zu rechnen.
 
Barrieren gegen eine verstärkte Energieholznutzung
 
Wichtige Barrieren gegen eine verstärkte Energieholznutzung aus unseren Wäldern sind hohe Erzeugungskosten durch suboptimale Logistikketten und unausgereifte Ernte­technologien, fehlende Dienstleistungen zur Energieholzerzeugung für die Wald­besitzer, un­zu­reichende Markttransparenz, mangelhafte Informationsaufbereitung und fehlender Wissens­transfer über die Besonderheiten des Energieholzmarktes, schwache Vernetzung der relevanten Akteure sowie eine fehlende Gesamtkonzeption der unterschiedlichen regionalen oder sektoralen Ansätze zur Energieholzbereitstellung durch Fehlen einer bundesweit integrativ und koordinie­rend wirkenden Anlaufstelle.
 
Durch das klima:aktiv Programm energieholz soll die Mobilisierung der in den öster­reichischen Wäldern vorhandenen ungenutzten Holzressourcen unterstützt und die Markt­einführung neuer Energieholzmengen beschleunigt werden.
 
Das klima:aktiv Programm energieholz umfasst fol­gende Arbeitspakete:
  • Aktive Vernetzung der Akteure, Verbesserung des Informationsaustausches und der Kooperationsbereitschaft durch persönliche Kontakte, Organisation von Exkursionen, Workshops, Symposien, Verbreitung von e-mail-News und Aufbau einer fach­spezifischen Website.
  • Verbesserung der Markttransparenz durch laufend aktualisierte Übersichten zum Energieholzbedarf, zum Energieholzangebot, zur Preissituation, zu den Dienst­lei­stungs­unternehmen und zu den Technologieanbietern.
  • Verbesserung des Dienstleistungsangebotes für die Energieholzbereitstellung durch Darstellung erfolgreicher Praxisbeispiele, Klärung der Förderungsmöglichkeiten und Erstellung zielgruppenorientierter Informationspakete.
  • Erarbeitung von Maßnahmenpaketen zur Effizienzsteigerung beim Energieholz­einsatz.
    Etablierung spezieller Aus- und Weiterbildungsmodule für die Energie­holz­bereit­stellung in allen relevanten Ausbildungs- und Beratungsstellen.
  • Stärkung der F&E-Aktivitäten durch koordinierenden Informationstransfer zwischen Forschungspolitik, potentiellen Auftraggebern und Forschern. Kompetente Politikberatung zur Optimierung der Rahmenbedingungen.
   

13.12.2011